Dirk Schmitz will Oberbürgermeister werden



von Volker Bremshey, 08.03.2017, WestfalenPost





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Dirk Schmitz will Oberbürgermeister werden

von Volker Bremshey, , WestfalenPost



Hohenlimburg war Jahre und Jahrzehnte sein Lebensmittelpunkt, auch wenn er in anderen Regionen dieser Republik seine berufliche Herausforderung suchte: Rechtsanwalt Dirk Schmitz (55), der zuletzt unterm Schlossberg für Schlagzeilen sorgte, als er im Jahr 2011 als Konzern-Geschäftsführer der MediClin AG um das damals zur Diakonie in Südwestfalen gehörende evangelische Krankenhaus Elsey buhlte, um es zu übernehmen und möglicherweise in eine sichere Zukunft zu führen. Das ist jetzt im doppelten Sinn Schnee von gestern. Das Elseyer Krankenhaus wurde zum 1. Januar 2017 geschlossen; zeitgleich trennten sich Dirk Schmitz, der aktuell in Kehl am Rhein lebt, und die MediClin AG, der er 13 Jahre angehörte.


Mehr als 30 Jahre CDU-Mitglied

Jetzt sorgt der so wortgewandte Anwalt für einen Paukenschlag: Er präsentierte sich in der vergangenen Woche erstmals als Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters der badischen Gemeinde Ludwigshafen. Und zwar für die AfD.

Mehr als 30 Jahre gehörte Schmitz der CDU an, kehrte der Partei jedoch im Jahr 2008 den Rücken. Fünf Jahre später wurde er dann Mitglied der AfD, trat nach zwei Jahren aber aus dieser Partei aus und im Jahr 2016 wieder ein. „Ich wollte mich damals nicht sinnlos streiten“, begründet er rückblickend seinen Schritt, im Jahr 2015 die AfD verlassen zu haben. Nunmehr sei er vom Ludwigshafener AfD-Kreisvorsitzenden über einen Freund angesprochen worden, für den Oberbürgermeister-Posten zu kandidieren. „Zunächst“, so Schmitz, „habe ich mich gefragt, wo liegt Ludwigshafen denn überhaupt, dann aber im Internet recherchiert.“ Anschließend habe er sich die Stadt angesehen und erkannt, dass Ludwigshafen Potenzial habe, aber noch mehr Probleme, die nach unkonventionellen Lösungswegen rufen. Wie Schmitz im Gespräch mit dieser Zeitung ausführte, sehe er diese Wahl als Personenwahl, bei der er sich eher als unabhängiger Kandidat und nicht unbedingt als AfD-Vertreter sehe und deshalb als Herausforderer völlig unbelastet in die Wahl am 24. September gehen könne.



WestfalenPost-Artikel von Volker Bremshey
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