Oberbürgermeisterwahl in Ludwigshafen September 2017

Ludwigshafen ist keine Stadt des Sports

Wahl 2017
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Ludwigshafen, 14. August 2017 in Die Rheinpfalz Ludwigshafener Rundschau, Nr. 187, Seite 23

Heute Abend treffen sich die Mitglieder des Ludwigshafener Sportverbands (LSV) zur Jahreshauptversammlung. Der LSV-Vorsitzende Winfried Ringwald hat dazu auch die Oberbürgermeister-Kandidaten Jutta Steinruck (SPD) und Peter Uebel (CDU) eingeladen, um mit ihnen über aktuelle Probleme im Sport zu diskutieren.

Der Oberbürgermeister-Kandidat für Ludwigshafen, Dirk Schmitz, bezeichnet die Ansicht vom LSV-Vorsitzenden Winfried Ringwald ihm gegenüber „unter der Gürtellinie” » Dirk Schmitz Antwort darauf lesen »

Meinung am Montag: Winfried Ringwald vom Sportverband will heute mit den OB-Kandidaten über aktuelle Probleme diskutieren und fordert mehr Einfluss für den LSV

Heute Abend treffen sich die Mitglieder des Ludwigshafener Sportverbands (LSV) zur Jahreshauptversammlung. Der LSV-Vorsitzende Winfried Ringwald (66) hat dazu auch die Oberbürgermeister-Kandidaten Jutta Steinruck (SPD) und Peter Uebel (CDU) eingeladen, um mit ihnen über aktuelle Probleme im Sport zu diskutieren.

Herr Ringwald, was wollen Sie die OB-Kandidaten fragen?
Wir werden den zwei OB-Kandidaten zunächst die Möglichkeit geben, ein kleines Statement abzugeben. Wir haben einen grundsätzlichen Fragenkatalog ausgearbeitet und lassen anschließend Fragen der Vereinsvorsitzenden zu.

Moment, zwei OB-Kandidaten? Es gibt doch vier.
Aber wir haben nur zwei eingeladen.

Warum?
Ich habe mir vor kurzem bei der RHEINPFALZ-Sommerredaktion im Lutherturm angehört, was die Herren Schmitz und Portisch gesagt haben und habe danach beschlossen: Es macht keinen Sinn, sie einzuladen. Schmitz und Portisch haben keinen für mich erkennbaren Standpunkt zum Thema Sport und kennen sich meines Erachtens diesbezüglich in Ludwigshafen nicht aus. Auch kann ich mir als Mathematiker ausrechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass Dirk Schmitz oder Thorsten Portisch Oberbürgermeister werden. Bei Herrn Schmitz kommt noch dazu, dass wir im Sport versuchen, Menschen, insbesondere Migranten, zu integrieren. Und das ist etwas, was die AfD offensichtlich nicht mitträgt.

Also wurden nur die beiden Kandidaten Jutta Steinruck und Peter Uebel eingeladen.
Genau. Die haben auch beide zugesagt.

Was wollen Sie konkret von den beiden wissen?
„Ist Ludwigshafen für Sie eine Stadt des Sports?" Man kann Ludwigshafen aus meiner Sicht im Moment nicht als Stadt des Sports bezeichnen. Wir sind vielleicht eine sportliche Stadt, aber sportliche Höchstleistungen können wir im Moment — bis auf wenige Ausnahmen — nicht bieten. Außerdem werden wir fragen: „Was können die Sportler und die Sportvereine von Ihnen als OB erwarten?" Da werden auch die Vorsitzenden der Vereine nachhaken. Dabei geht es um Dinge wie Kunstrasenplätze und so weiter. Für mich ist es auch sehr wichtig, die beiden zu fragen: „Werden Sie als OB den Sport wieder in Ihrem Ressort ansiedeln?" Wir haben ja das Problem, dass bei den Vorgängern von Oberbürgermeisterin Lohse der Sport Chefsache war. Bei ihr ist er abgewandert auf den Dezernenten für Soziales.

Und das sollte sich Ihrer Meinung nach wieder ändern?
Ja. Denn das wäre eine Aufwertung des Sports. Wir werden auch fragen, ob der Ludwigshafener Sportverband wieder ein eigenständiges Mandat im Sportausschuss haben kann. Es ist für mich unverständlich, dass eine Organisation, die die gesamten Sportvereine in Ludwigshafen — mittlerweile 140 — vertritt, keinen eigenen Sitz hat. Ich bin dort derzeit als Gast der SPD.

Wird der LSV eine Wahlempfehlung aussprechen?
Nein! Wir sind unabhängig!

Was sind die Hauptprobleme des Ludwigshafener Sports?
Das Hauptproblem ist natürlich das Geld, wie überall. Wir haben wenig Möglichkeiten, Sportstätten zu sanieren. Es geht vermutlich auch wieder um die Frage eines weiteren Hallenbads. Viele unserer Sportstätten sind in einem desolaten Zustand. Ich möchte darauf hinweisen, wie das Südwest-Stadion aussieht. Dort wird demnächst die kaputte Laufbahn erneuert. Wenn man da gar nichts macht, zerfällt das total. Es gab den Vorschlag, dort hinein eine Halle für die Handballer zu bauen. Der Vorschlag kam von den Friesenheimer Handballern, ja. Das ist aber Blödsinn. Was die wenigsten wissen: Im Südwest-Stadion ist viel Betrieb, zum Beispiel durch Schulsport. Und wenn wir eine oder zwei erfolgreiche Fußballmannschaften hätten, würden die sicher dort spielen und auch Zuschauer anziehen.

Wie geht es den Vereinen mit Nachwuchs und Mitgliederzahlen?
Das ist sportartspezifisch unterschiedlich. Bei Fußballvereinen kann man zum Beispiel Ausländer sehr gut integrieren. Kicken kann man, ohne dass man sich groß über die Sprache verständigen muss. Im Ruderverein zum Beispiel ist es schwieriger. Wir haben zwar eine riesige Auswahl an Sportarten in Ludwigshafen, großartige Erfolge haben wir momentan nicht.

Warum sind solche Erfolge Ihrer Meinung nach wichtig? Um andere für den Sport zu motivieren?
Ja, sicher! Nach wie vor gilt: Die Breite braucht die Spitze. Aber die Spitze braucht auch die Breite.

Ein Interview von Rebekka Sambale

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Dirk Schmitz
Oberbürgermeister für Ludwigshafen am Rhein

© Oberbürgermeister für Ludwigshafen Dirk Schmitz 2017 | Ludwigshafen, Rheinland-Pfalz, Deutschland
OB Schmitz #Ludwigshafen